Beratung
verantwortliche
Elektrofachkraft /
Anlagenbetreiber
Elektrotechnik

Die DIN VDE 1000-10 fordert die Einrichtung der Funktion einer verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK), wenn der Unternehmer die verantwortliche Leitung seines elektrotechnischen Betriebs oder eines Betriebsteils nicht selbst übernehmen kann oder will. Darüber hinaus verlangt die DIN VDE 0105-100 die Funktion des Anlagenbetreibers Elektrotechnik. Die VEFK übernimmt dann die fachliche Leitung des elektrotechnischen Betriebsteils. Das heißt, die VEFK bzw. der Anlagenbetreiber Elektrotechnik und der Unternehmer stellen ein Team dar, das kooperativ und vertrauensvoll zusammenarbeiten muss. Die VEFK ist in Bezug auf die Ausübung Ihrer Aufgabe weisungsfrei zu stellen.

In Unternehmen oder Konzernen mit großer regionaler Ausdehnung oder stark differenzierten Aufgabenstellungen ist es notwendig, eigene Hierarchien mit mehreren verantwortlichen Elektrofachkräften aufzubauen.

Wir unterstützen Unternehmen jeder Größe bei der Planung und Einrichtung unternehmensspezifischer Strukturen und bei der rechtssicheren Organisation elektrotechnischer Betriebsteile.

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Im Rahmen der Beratung zur Organisation des elektrotechnischen Betriebsteils mit verantwortlicher Elektrofachkraft und Anlagenbetreiber Elektrotechnik wird stets intensiv diskutiert. Im Vordergrund stehen die Fragen der Übertragung von Unternehmerverantwortung, also der Pflichtendelegation gemäß § 13 (2) Arbeitsschutzgesetz, in der Praxis häufig schlicht VEFK-Bestellung genannt. Im Zusammenhang mit der personellen Auswahl und der Festlegung der VEFK-Voraussetzungen in Form von fachlicher und persönlicher Eignung und der folgenden Übertragung der VEFK-Aufgaben sind natürlich auch - als „Gegenwicht“ zu den zur übertragenden VEFK-Pflichten - die Fragen nach den Kompetenzen der VEFK von besonderer Bedeutung. Ebenso sind Fragen zur VEFK-Verantwortung und damit natürlich auch zur VEFK-Haftung, zu einer möglichen VEFK-Versicherung und letztlich auch zum angemessenen VEFK-Gehalt zu beantworten. Im seltenen Einzelfall sind auch Fragen zur Ablehnung oder Niederlegung der VEFK-Aufgaben zu thematisieren.

Ein wichtiger Punkt, den letztlich jede VEFK-Bestellung enthält, weil die einschlägige Norm, die DIN VDE 1000-10 „Anforderungen an die im Bereich der Elektrotechnik tätigen Personen“ dies fordert, ist die fachliche Weisungsfreistellung. In der VEFK-Bestellung häufig mit Begriffen wie „ist fachlich weisungsfrei“ oder „unterliegt keiner fachlichen Weisung“ formuliert, wobei die Weisungsfreiheit im fachlichen Zuständigkeitsbereich für elektrische Sicherheit mit einer Weisungsbefugnis gleichzusetzen ist. Essentiell ist natürlich, dass die Weisungsfreiheit der VEFK nicht nur in der schriftlichen VEFK-Bestellung „erwähnt“ ist, sondern, dass diese Eingriffsmöglichkeit im Bedarfsfall in der Praxis tatsächlich vorhanden und akzeptiert ist.

Ziel einer jeden VEFK-Beratung ist neben der Schaffung einer möglichst hohen rechtlichen Sicherheit selbstverständlich auch die tatsächliche Vermeidung elektrischer Gefährdungen für Beschäftigte in der täglichen Praxis. Hier spielt die Betriebsnorm DIN VDE 0105-100 „Betrieb von elektrischen Anlagen – Allgemeine Festlegungen“ eine wesentliche Rolle, die es für den eigenen elektrotechnischen Betriebsteil mit Hilfe von entsprechenden Gefährdungsbeurteilungen und Festlegungen auszulegen gilt.


Für verantwortliche Elektrofachkräfte und Anlagenbetreiber Elektrotechnik, die ja letztlich die „Silberrücken“ im Bereich der Elektrosicherheit sind, ist natürlich auch die eigene Weiterbildung ein wichtiges Thema. Eine VEFK muss zwar nicht gleich alles „können“, sich aber um alles „kümmern“. Deshalb ist der regelmäßige Besuch von VEFK-Seminaren oder einer VEFK-Tagung von Bedeutung. Eine sehr geeignete Veranstaltung ist die
jährliche stattfindende Tagung „Expertennetzwerk Elektrotechnik“ , die sich ausschließlich an verantwortliche Personen im Elektrobereich richtet.