Betriebssicherheits- verordnung 2015 und Technische Regeln für Betriebssicherheit richtig umsetzen


Novellierung der Betriebssicherheitsverordnung erfolgreich abgeschlossen!


Das Seminar stellt die 2015 novellierte und vollständig überarbeitete Betriebssicherheitsverordnung vom Januar 2015 vor. Zudem werden die in der Elektrotechnik wichtigen Technischer Regeln für Betriebssicherheit dar- und der DGUV-Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (ehemals BGV A3) gegenüber. Seit einigen Jahren ist im Arbeitsschutz ein echter Leitbildwechsel zu beobachten: Der Staat läuft im Bereich des Arbeitsschutzes den Berufsgenossenschaften den Rang ab.

Besonders spürbar war dies seit der erstmaligen Inkraftsetzung der Betriebssicherheitsverordnung im Jahr 2002 und den in den Folgejahren herausgegebenen Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS), die Konkretisierungen der Betriebssicherheitsverordnung für spezielle Themen darstellen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich nun herausgestellt, dass die Betriebssicherheitsverordnung aus dem Jahre 2002 sowohl formale wie auch inhaltliche Schwächen aufwies, die eine vollständige Überarbeitung sinnvoll und notwendig erscheinen ließen.

Die nun zum 01.01.2015 neu gefasste Betriebssicherheitsverordnung dient der Verbesserung des Arbeitsschutzes bei der Verwendung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte und des Schutzes Dritter beim Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen. Gleichzeitig soll die Neufassung dem Arbeitgeber, insbesondere den Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU), die Anwendung der Arbeitsschutzregelungen bei Arbeitsmitteln erleichtern und den Arbeitsschutz verbessern. Dazu wird die seit 2002 geltende Betriebssicherheitsverordnung sprachlich, konzeptionell und strukturell neu gestaltet. Die neue Verordnung trägt nun auch besonderen und tatsächlichen Unfallschwerpunkten Rechnung.

Die Anforderungen an die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln werden in der der novellierten Betriebssicherheitsverordnung als Schutzziele beschrieben. Dadurch wird eine hohe Flexibilität für den Arbeitgeber erreicht, aber der Arbeitgeber auch stärker gefordert eigene Wege zum vorgeschriebenen Schutzziel zu finden und zu beschreiten. Die klare Trennung zwischen den Pflichten der Hersteller und der Arbeitgeber als Verwender von Arbeitsmitteln wird betont. Als wichtiges Element im Arbeitsschutz werden Prüfungen insgesamt deutlich aufgewertet.